Kapitel 1; Der Auftakt unserer Reise

Veröffentlicht am 11. Juli 2026 um 15:45

Am Tag vom 11. Juli startete unser Abenteuer

Frühes Aufstehen war angesagt, da bei Ferien mit einem Camper auch viel Organisation dazu gehört. Eine Stunde Fahrt entfernt wartete bereits unser neues mobiles Zuhause auf uns. Gespannt, voller Vorfreude aber auch mit mulmigen Gefühl kamen wir am Treffpunkt an. Versteht uns nicht falsch, die Freude überwog ganz klar, jedoch wussten wir auch, dass es eine enge Angelegenheit wird zu fünft in einem Fahrzeug mit allem Krimskrams den wir mitnehmen sollten. Und glaubt uns ruhig, da kommt sehr viel Krimskrams zusammen.

Schon beim Aussteigen strahlte uns Sejad unser Vermieter an und gab uns gleich ein sicheres Gefühl. Sejad eröffnete den Rundgang und erklärte uns jedes, aber wirklich jedes, kleinste Detail an diesem High-Tech Gefährt. So mussten wir ganz schön viel zuhören und hofften innerlich nur, dass wir das auch alles in Erinnerung behalten können. Vom manuell drehbaren Fahrersitz bis zum halbelektrischen Dachzelt, aber auch predigte er uns Diesel zu tanken. Somit war der Check-in durch, das einzige was Alex gewöhnungsbedürftig fand, war dass die Gangschaltung ab jetzt kein Knüppel, sondern ein kleiner Hebel am Lenkrad ist. So schossen wir beinahe im Rückwärtsgang los. Als wir dann auf die Spur gefunden haben und Alena endlich den Streit mit dem Bluetooth überwunden hatte machten wir uns mit unserem Schiff auf den Weg nach Muri. Obwohl Liam früher mit dem Auto losgefahren ist, waren Alex und Alena völlig entschlossen, dass ein Halt bei Alex`s Mami noch drin ist. Gesagt, getan. So liessen wir sie unser mobiles Zuhause inspizieren und winkten zum Abschied von unseren hohen Sitzen herunter, sogleich glitten wir dann davon. Vielleicht mussten wir auch noch ein 3-Punkt-Wendemanöver durchleben, aber wir glitten.

In Muri angekommen graute uns das wohl Schlimmste von Allem

Das von uns benannte Tetris-Spektakel begann. Jeder schleppte so viele Taschen wie auf ein Mal möglich waren und stellte sie erst mal neben das Auto. Dies passierte dadurch, dass Alex und Alena sich ein klares Packsystem vorgenommen haben. Mit etwas Zwang, unfähiger Geschicklichkeit und ganz viel Willen konnten wir das auch zum Teil einhalten. Um euch einen Einblick in die Tiefe des Inventars zu geben, hier die besten Beispiele:

  • Das Aromat ist an vorderster Front
  • Das "Bäseli ohne Schäufelchen" steckt im Netzchen hinter dem Beifahrersitz
  • Bei unseren vier Kleidertaschen im Kofferraum haben wir Bedenken, dass sie jemals wieder herausgenommen werden können.
  • Fermins Körbchen liegt mitten im Gang
  • Nebst Teller, Töpfe und Gewürze, liegt da auch unser zukünftiger Retter "die Citronella" 

Ihr seht also, wir haben eine absolut sinnvolle sowie sichere Ladung.

Nachdem auch die letzte "Bräme" aus dem Dachfenster entwischte, ging es an die Vorbereitung der heiligen Zwischenverpflegung. Die Semmeli im Ofen, das Gemüse auf dem Schneidebrett und der ausgerollte Blätterteig, liessen uns wie kleine Sterne-Köche fühlen. Sorgfältig befüllten wir unsere Tupperware mit dem feinsten Proviant. Zum Glück haben wir an diesem nicht gespart, da 20 Stunden Autofahrt vermutlich den ein oder anderen Hunger erwecken könnten...

Der Anschein von vergessenen Dingen irritierte uns nicht mehr und somit stand nichts mehr im Weg um durchzustarten. Ausser Alenas Auto, dass noch nach Hause auf seinen gewohnten Parkplatz chauffiert werden musste. 

Abfahrt: Reinach AG, 16:45

Auf nach Marbella! Eine Hommage an unseren Freund Andi aus Germanien - "jeet loos"

 

Nur keine Angst liebe Leser, wir haben das Nummernschild nicht wegen Euch geschwärzt. Unsere Website hier wollte uns einfach ein bisschen eine Aufgabe geben. 


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